Die Modi von Vim
Vim ist ein modaler Editor: Dieselbe Taste bedeutet je nach Modus etwas anderes. d tippt im Einfügemodus ein „d“, im Normalmodus startet es den Lösch-Operator. Der Normalmodus ist die Drehscheibe – von dort geht es in jeden anderen Modus und mit Esc immer zurück.
Knoten anklicken für Details · der aktive Modus leuchtet · der zuletzt genommene Übergang ist gestrichelt animiert
Normalmodus
NORMALDer Heimatmodus. Jede Taste ist ein Befehl: bewegen, löschen, kopieren, wiederholen. Hier verbringt man in Vim die meiste Zeit – Text wird bearbeitet, nicht getippt.
- → <Esc> aus jedem anderen Modus
- → <C-[> (gleichwertig zu Esc, auf QWERTZ unhandlich: Strg+AltGr+8)
- → <C-c> (bricht ab, ohne Abkürzungen auszulösen)
- ← i a I A o O → Einfügen
- ← v V <C-v> → Visuell
- ← : / ? → Befehlszeile
- ← R → Ersetzen
- ← d c y > < → Operator wartet
| 1 | Vim hat Modi – das ist der ganze Trick. |
| 2 | Probiere: i (einfügen), Esc, v (markieren), d, :w, R … |
| 3 | |
| 4 | function gruss(name) { |
| 5 | return "Hallo " + name; |
| 6 | } |
🧠 Warum Modi?
Programmierer lesen, springen und ändern mehr, als sie neu tippen. Im Normalmodus liegt jeder Befehl auf einer einzelnen Taste der Grundreihe – ganz ohne Strg-Akrobatik.
⏎ Esc ist der Heimweg
Nach Esc rückt der Cursor eine Spalte nach links – er stand im Einfügemodus zwischen zwei Zeichen und muss im Normalmodus auf einem Zeichen stehen. Viele legen Esc auf Caps Lock.
🧾 Wo sehe ich den Modus?
Vim zeigt unten „-- EINFÜGEN --“ (deutsche Oberfläche) bzw. „-- INSERT --“. LazyVim färbt die Statuszeile (lualine):NORMAL INSERT VISUAL.